Japanische Zeit


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Arrangierte Ehen in Japan

   
 


 

 

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Arrangierte Ehen

Japan blickt auf eine lange Tradition der arrangierten Ehen zurück. Begründet durch den Konfuzianismus, der in der Edo Zeit (1603-1868) den Buddhismus mehr und mehr ablöste, hatte der Hausvorstand  (Mann) ein hohes Interesse an dem Fortbestand seines Hauses (Familie).

So übernahmen die Eltern die Auswahl der Ehepartner ihrer Kinder, damit möglichst vorteilhafte Verbindungen für „das Haus“ getroffen wurden. Als Vorteilhaft galten Geschicklichkeit, Fleiß, Demut und Gehorsamkeit so wie das Gebären von Söhnen.

Die Frau war auf Grund des Hierarchiedenkens gerade der Kriegerkaste dem Vater, dem Ehemann und sogar dem ältesten Sohn untergeordnet.

In der Meiji Zeit wurde dieses Denken noch vertieft, erst mit der Öffnung Japans wurde unter dem Einfluss der amerikanischen Besatzung (1947) die traditionelle Konstruktion der Familie als patriarchalisches „Haus“ (Ie-System) abgeschafft. Die Ansichten aus dieser Zeit haben jedoch als Teil einer  ideologischer Wertvorstellung bis heute Gültigkeit.

Gerade in traditionellen Familien wird nach wie vor großen Wert darauf gelegt, dass „Haus“ weiter zu führen. Sei es nun, dass ein Nachfolger für die Führung einer Firma für die Tochter gesucht wird, oder eine Frau für den Sohn aus gutem Haus, die der Familie Ansehen verschafft.

So hat das Omiai, wo andere einen möglichen „Ehe“partner aussuchen und vorstellen, aus dieser Zeit, auch heute noch Bestand, mit dem einen Unterschied, dass heute der Faktor Liebe auch eine Rolle spielen soll.

Frauen, die Karriere gemacht haben heiraten in der Regel nicht während sie noch im Berufsleben stehen, da dies von den Vorgesetzten nicht gerne gesehen wird. Außerdem fällt der Frau in Japan immer noch die alleinige Rolle der Kindererziehung zu und Teilzeitjobs werden so gut wie nie für Männer angeboten.
So kann es vorkommen, dass eine Frau , die mit 35 noch nicht verheiratet ist ein Omiai wagt , weil für sie eventuell der gesellschaftliche Druck zu hoch wird.

Den Männern geht es aber auch nicht Besser.
Haben sie sich erst auf ihr Studium und dann auf ihre Arbeit konzentriert, ist ihnen oft keine Zeit geblieben sich auch noch eine Frau zu suchen. In vielen Firmen in Japan wird es dazu auch nicht gerne gesehen, wenn sich dort Paare zusammen finden.

Wie wird  ein Omiai abgehalten?

Der Mann oder die Frau schreiben eine Kurzbiographie auf und lassen ein möglichst vorteilhaftes Bild von sich machen. Dann wird eine Person des Vertrauens gebeten, einen passenden Partner zu suchen.

Im Falle des Mannes kann es sogar der Chef sein, diese Auswahl zu treffen, da der ein persönliches Interesse hat, dass sein Mitarbeiter sich der Arbeit widmet und nicht durch das ordnen seiner Familiärenbeziehungen von seiner eigentlichen Aufgabe abgelenkt wird.

Manchmal unternehmen aber auch besorgte Eltern, die befürchten dass ihre Kinder sonst nie heiraten, den ersten Schritt und nehmen an sogenannten Elternabenden teil, wo gleichgesinnte Eltern durch eine Vermittlungsagentur zusammengeführt werden.
 
Die Biographien werden ausgetauscht und befand sich unter den Interessenten eine geeignete Person, so wird das eigentliche Omiai abgehalten. Wozu man sich zu einem gemeinsamen Essen mit den jeweiligen Eltern der Auserwählten Person und des Vermittlers trifft.

Sollte sich während dieses ersten Treffens herausstellen, dass die gegenseitigen Vorstellungen doch weit auseinandergehen und ein weiteres Kennen lernen nicht erwünscht wird, so kann man dies ohne Gesichtsverlust, über den Vermittler dem jeweiligen Partner mitteilen.

Wird aber ein weiteres Treffen gewünscht, so findet dies dann ohne Begleitung Dritter statt.
Bis zur eigentlichen Hochzeit lässt man aber klugerweise noch einige Zeit ins Land streichen, in der man sich besser kennen lernen kann und gegebenenfalls die Verbindung wieder lösen kann.

Es gibt noch zahlreiche Varianten der Partnervermittlung in Japan, was ja wie geschrieben auf eine lange Tradition in Sachen verkuppeln zurück blicken kann. Diese Art der Partnerfindung hat auch nicht den schalen Beigeschmack, wie es oft bei uns in Europa der Fall ist, sonderen ist eine ganz normale Art einen passenden Partner zufinden

 

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Ich möchte mich bei einigen Usern der beiden Japanforen in denen ich Mitglied bin bedanken, für ihre wertvollen Hinweise und Tipps.

demon-chan/ ruy/ Dragonsf/ ralferly/ bantarou/ Murasaki/ konbeto-san/ TokyoB/ yo yogi

dômo arigatô, bijin

 
 

 

 
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