Japanische Zeit


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Kôdô - Die Kunst dem Duft zu lauschen

   
 


 

 

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Kôdô - Die Kunst dem Duft zu lauschen


Als ungefähr im Jahre 538 nach Christus der Buddhismus von China kommend in Japan Fuß faste, brachten die buddhistischen Mönche auch den Gebrauch von Duftrauchwahren mit. Von da an war der Gebrauch von Räucherwahren untrennbar mit Japan verbunden. Sowohl im  Schintoismus, mit seinem  Naturglauben hielt er Einzug, als auch in der Medizin.

Bei den buddhistischen Mönchen waren fünf Duftfamilien gebräuchlich, die sie während ihrer oft langen Meditationen einsetzten. Diese Duftfamilien sind auf Mandalas überliefert worden .

Auf den Garbhakosa mandalas findet man drei davon beschrieben.
Vairochana - Familie: Aloeswood Umwandlung„Gift der Unwissenheit“
Padma - Familie: Sandelholz Umwandlung „Gift des Zubehörs“
Vajra - Familie: Nelke Umwandlung „Gift des Wiederwillens

Weitere zwei Duftfamilien findet man im Vajradhatu mandala
Karma – Familie: Gelbwurz Umwandlung „Gift der Eifersucht“
Ratna – Familie: Borneol-Kampfer Umwandlung „Gift des Stolzes“

Manchmal waren die einzelnen Bestandteile der gebräuchlichen Duftmischungen nicht verfügbar und so griffen die Mönche zu Ersatzstoffe (Kassie, Zimt, und andere). Aus diesem Grund ist auch nicht eindeutig überliefert, welche Duftmischungen ursprünglich zu medizinischen Zwecken eingesetzt wurden und welche erst später dazu kamen, aber die fünf Duftfamilien entsprechen den traditionellen Urdüften.

Einer Legende nach soll im 7. Jahrhundert ein Stück Aloeswood am Strand von Japan angespült worden sein. Als die Bewohner der Insel das Holz verbrennen wollten, bemerkten sie den Wohlgeruch, den das Holz verströmte und schenkten das Stück Holz dem damaligen Kaiser, so fand der Duft Einzug an den Adelshäusern.

Wurde er zunächst genau wie bei den Mönchen zur Meditation benutzt, so entwickelte sich im 8. Jahrhundert, während der Heian-Epoche ein wahrer Duftrausch. Es wurden Spiele zur Erkennung des Duftes entwickelt oder aber der Geruch des Raumes, der Kleidung und oder sogar der Menschen selbst verändert und den jeweiligen Stimmungen angepasst.

Bis zu zweihundert Bestandteile fanden bei der Herstellung der individuellen Duftkreationen Verwendung.
 
Die edle Dame Murasaki, 978-1015 , eine berühmte Schriftstellerin ihrer Zeit, die durch die Augen der Hofdame Akiko das Hof- und Liebesleben, des Prinzen Genji beschrieb, berichtete in ihren Geschichten unter anderem über die höfischen Gewohnheiten und über den Nutzen des Rauches.

Besonders beliebt dabei war der Duft der Pflaumenblüte, die in China auch „die Blume des Friedens“ genannt wurde. Um ihrem Duft möglichst nahe zu kommen, wurden unzählige Mischungen ersonnen.


„Dem Duft lauschen“ Kôdô

Aus dem gesellschaftlichen-, höfischen Vergnügen entstand mit der Zeit eine Zeremonie ähnlich der Teezeremonie , in der nach festgelegten Ritualien der Duft-Meister seinen Gästen Gefäße mit vor sich hin räuchernden Indigrenzien reichte. Die dieser wiederum nicht direkt einatmete, sondern mehr auf sein Inneres „hörte“, auf seine Empfindungen, die er verspürte, wenn er den Duft genoss um so sein Bewusstsein zu erweitern.

Die Kunst den richtigen Duft zu mischen bedarf viele Jahre der Praxis und Übung.

Aber Kôdô kann auf vielen Niveas durchgeführt werden, hat man keine Möglichkeit einer Zeremonie bei einem Kôdô - Meister beizuwohnen, so kann man  für sich zu Hause Kôdô in einem kleinen Rahmen durchführen, in dem man die Grundlage der Spiel erlernen und diese mit Freunden spielt.

google-Suche:
Eines dieser Spiel heißt „Kumiko the incense games of kodo“
(diese Seite kann bei google übersetzt werden)

Oder aber man lauscht dem Duft , in dem man Räucherstäbchen kurz anzündet und nach dem Auswedeln in ein Gefäß mit Asche oder Sand oder einen dafür bestimmten Halter steckt.
Kommt man dann zur Ruhe und fängt an sich zu entspannen, in dem man dem feinen Rauchfänchen mit den Augen folgt und man sich ganz auf die Wahrnehmung des Duftes konzentriert, so lauschen wir dem Duft in der Tradition des Kôdô.


Aus dem 16.Jahrhundert sind die 10 Tugenden von Koh durch einen Zen-Meister überliefert.
1. Öffnet die Welt des Transzendentalen
2. Reinigt Körper, Geist und Seele
3. Klärt die Atmosphäre von Negativem
4. Erweckt die Sinne
5. Ein Freund und Begleiter in Momenten der Einsamkeit
6. Bringt Besinnung und Frieden inmitten der Hektik des Lebens
7. Selbst im Überfluss genossen: man wird dessen nie müde
8. Selbst mit nur Wenigem: Man ist doch zufrieden
9. Verliert nicht an Duft und Wirkung durch langes Lagern
10. Auch bei täglichem Gebrauch schadet es nicht

Ich bedanke mich bei Soichiro, ohne  deinen Link, hätte ich nicht die weiteren nützlichen Suchworte gefunden, die diesen Artikel ermöglichten.

 
 

 

 
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