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Heian Epoche 794 - 1185

Politisch

Im Jahr 794 verlegte Kaiser Kammu die Hauptstadt nach Heian-kyo (jetzt Kyôto), so entzog er sich dem Einfluß der sechs mächtigen buddhistischen Klöster in Nara.
Kyôto blieb bis 1869 kaiserliche Residenz, als der Monarch nach Edo (Tokio) übersiedelte.

Es entstand um 1000 eine eigenständige Hofkultur, mit einem komplizierten Rangsystem. Dieses bestimmte das Leben des Adels bis in alle Kleinigkeiten.

Jedoch durch geschickte Ehebündnisse, können einige Adelsfamilien ihre Position am Hof festigen und sogar ausbauen.

Besonders die Familie der Fujiwara gelangen so zu immer mehr Macht und Ansehen, in dem sie ihre Töchter mit dem Kaiser vermählten und dann anstelle deren minderjährigen Söhnen regierten.

Um ca. 860 leitet Fujiwara no Yoshifusa die Entmachtung des Kaiserhauses ein und setzt seinen minderjährigen Enkel den Prinzen Seiwa als Tenno ein. Er selber übernimmt als Regent, bis zu dessen Volljährigkeit die Macht im Reich.  Somit war Fujiwara no Yoshifusa der erste Regent Japans, der nicht kaiserlichen Geblüts war.

Unter ihrer Herrschaft entzogen sie sich immer mehr dem Einfluss Chinas und entwickelte einen eigener japanischen Kunst- und Literaturstil. 

Als einer der herausragendsten Regenten der Fujiwara Dynastie sei  Fujiwara no Michinaga (966 - 1028) genannt.

Erst Kaiser Shirakawa (1073-1087) kann diese Kette der Fujiwara-Regenten ablösen. Dadurch, dass seine Mutter nicht aus der Familie der Fujiwara stammte, konnte er seinen minderjährigen Sohn als Tenno einsetzten und selber als Regent aus der Rückgezogenheit eines Klosters die Macht am Hof als „Exkaiser“ lenken. Dies läutete bis ins 13.Jahrhundert eine fast ununterbrochene Regentschaft der sogenannten „Klosterkaiser“ ein.

Durch das 743 erlassene Gesetzt, wonach neu kultiviertes Land in den vererbbaren Besitz des Landnehmers übergeht, wuchs der Einfluss des Landadels immer mehr und entzog sich der Kontrolle des Kaiserhofes.

Um ihre Besitztümer zu schützen stellte der Landadel Privatheere auf, wodurch  eine neue Kaste, die Kriegerkaste entstand. 

Herausragend unter diesen Klans waren die Minamoto und die Taira.
Während die Minamoto versuchten das Kaiserhaus zu stürzen und den Tenno zu entführen (1160), zeigten die Taira ihre Loyalität gegenüber dem Kaiserhaus und befreiten den Tenno.

Jedoch durch die verworrenen Machtverhältnissen am Hof mit Regenten, Kaisern und Exkaisern, wurde das Machtgefüge dermaßen geschwächt, dass es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den Adelsfamilien kam.

So trafen auch im  Gempei-Krieg (1180-1185) die beiden Kriegerfamilien wieder aufeinander und die Taira konnten abermals über die Minamoto triumphieren. Erst nach der Seeschlacht von Dannoura (25.April 1185) wurde der Klan der Taira aufgelöst.  

Die Minamoto übernahmen die Macht und gründeten das Kamakura Shôgunat


Künstlerisch/Gesellschaftlich:

Literatur:
Der Hof und damit das kulturelle Leben war weiterhin von China geprägt. Obwohl 894 der diplomatische Austausch zu China beendet wurde.

So wurden das Handbuch Shinsen shojiroku (814), eine Auflistung der führenden Familienclans Japans und der offizielle Kommentar zum Taihocodex (833) japanisches Gesetztbuch, sowie die dritte der Reichsgeschichten (841/42) in chinesisch verfassst.

Ein Adligen oder eine Hofdame konnte seine Position am Hof positiv beeinflussen, wenn er sich gut in der chinesischen Lyrik auszudrücken und Gedichte verfassen zu konnte.
Desweiteren gehörte es zu den Aufgaben eines Höflings, Flöte oder Laute spielen zu können.

Eine neue Gedichtsform, die Waka entstand. Sie bestand aus fünf Zeilen  zu 5-7-5-7-7 Silben.

Der Text der japanischen Nationalhymne „Kimigayo“ geht auf ein Waka zurück, das im zehnten Jahrhundert entstand. In seiner jetzigen Form besteht die Hymne seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die Melodie hinzugefügt wurde. Der Text der Hymne bittet um dauerhaften Frieden und Wohlstand für Japan.


Waka wurden ausschließlich in Japanisch und nicht in Chinesisch geschrieben.


Den Frauen war es untersagt chinesisch zu schreiben. So griffen sie, ausgehend von der von Kukai nach seinem Studium in China entwickelten Manyogana Silbenschrift auf die Kana Schrift zurück.

 
Konnte man alleine mit den chinesischen Kanji durch die fehlenden Endungen Japanisch nicht eindeutig und umfassend wieder geben, war dies mit der Kana Schreibweise möglich.

Es entstand eine eigene japanische Literatur.

Der erste Roman der Geschichte, verfasst um das Jahr 1005 von Lady Murasaki Shikibu „Die Erzählungen von Genji Monogatari“ wurde geschrieben.

In den Erzählungen werden das Liebesleben und das Leben am Hof mit all seinen Ausschweifungen und Intriegen wiedergegeben.

Ebenfalls in dieser Zeit entstanden ist „das Kopfkissenbuch der Dame Sei Shonagon“, in dem das Hofleben witzig und weniger sentimental als im Prinzen Genji geschildert wird.
(Beide Bücher sind in Deutschland erhältlich)


Religion:
Während der Regentschaft der Fujiwara setzte sich der Buddismus entgültig als führende Religion am Hof durch.
Geprägt wurde diese Entwicklung maßgeblich von zwei Männern.
Saicho (767-822), der die Tendai-Schule gründete und Kukai (774-835) der Begründer der Shingon-Schule.

Beide Schulen waren gleich verbreitet, während aber der esoterisch Buddhismus mit seien glazvollen Riten ehr dem Adel entgegen kam, bevorzugten die Fujiwara den Tendai-Buddhismus.

Saicho unterstrich in seinen Lehren die Lotos Sutra und damit die mögliche Erleuchtung aller Lebewesen. Damit setzte er sich im Laufe der Heian Zeit ganz allgemein gegenüber der Lehren der alten Nara Schulen durch.

Ein weiterer Vorteil der Tendai Schulen war, dass sie sich Neuerungen Aufgeschlossen gegenüber verhielten und nicht starr auf das Lotos Sutra konzentrierte.

Malerei:
Geprägt durch den esotärischen Einfluss der Shingon-Schule wurde die religiöse Malerei farbenprächtiger.

Es entstand die „Yamato-e“ Bilder (Link zum Bild), die nur noch selten als Wandschmuck angelegt wurden, sondern auf Rollen aufgetragen wurden.
Diese Bilder erzählten Geschichten und wurden durch schriftliche Erläuterungen ergänzt.

So wurde zum Beispiel, das oben erwähnte Buch der Genji Erzählungen auch auf solchen Rollbildern (Link zum Bild) wieder gegeben.

Förderlich für diese kulturelle Entwicklung war die lange stabiele Regierungslage, durch die Vormachtstellung der Fujiwara.

Diskussion in der Teestube 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 
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